Ratssitzung vom 09.04.2019

19. 04. 09
posted by: Kurty Bäcker
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Ratssitzung vom 09.04.2019

Tagesordnungspunkt 2

 

Am Dienstag war nicht so richtig mein Tag. Ich hatte Fragen zum Thema Hausbau in der Augsburger Str. vorbereitet und brachte nur knapp eine davon ins Mikro. Meine Nervosität hatte mich zu schnell verunsichert. Ist ja nicht das erste Mal das ich am Mikro stehe und Vorträge ins Mikro bringe. Seist drum, weiter unten können sie die Vorbereiteten Fragen lesen. Meine angebrachte Frage hat einen nachweislichen Hintergrund und wurde mit einer überheblich wirkenden Aussage einfach so abgetan. Die Information, dass das Abwasserleitungsnetz im Bereich der Augsburger Straße für größere Mengen an Niederschlagswasser ausreichend dimensioniert ist, kann nur bedeuten, dass die Nachbarn keinen Abwasserrückstau im gesamten Kellerraum hatten! Die Aussage zur ausreichenden Dimensionierung ist schlichtweg (wissendlich oder unwissendlich) falsch und sollte nicht nur bei Gelegenheit, sondern in naher Zukunft überprüft werden. Diese besagte Information dazu war so zu dem nicht das erste Mal in den Raum gestellt worden.

Darum auch, Vertrauen ist gut. Aber nicht immer.

 

 Herr Bürgermeister, alle Sindorfer Schulen sind ausgelastet und die dritte Kerpener Grundschule wird fußläufig zum Jugendzentrum gebaut, ist es da nicht Sinnvoll dieser Realität auch Rechnung zu tragen und das neue Haus an das Jugendzentrum zu setzen. Hier gibt es neben Streetworkern und Sozialarbeiten, eine Hausaufgabenbetreuung, den größten Sindorfer Spielplatz, eine Außenstelle der Kolpingstadt Kerpen, das Netzwerk 55plus trifft sich dort einmal im Monat mit dem Reparaturtreff und der VfL Sindorf ist auch fußläufig zu erreichen.

 Frage: Was spricht gegen ein Gelände, das viele Vorteile hat und auch Infrastrukturell viele Kosten sparen kann?

Herr Bürgermeister, die Oberflächenversiegelung wird mit jeder Baumaßnahme vergrößert. Dies sind nicht nur Baumaßnahmen für den privaten und städtischen Wohnungsbau, durch den zusätzlichen Verkehr geschuldetem Straßenbau und zudem auch die Inanspruchnahme der Freiflächen durch die gewerbliche Nutzung. Dadurch erhöhen sich natürlich das benötigte Brauchwasser, somit auch das zu erwartende Abwasservolumen bei einem Niederschlag, welches durch das Abwassersystem abgeleitet werden muss. Es sei denn sie haben unsere Kellerräume als Regenrückhaltebecken mit eingerechnet.

Das damalige Konzept der Abwässer mit den vorgegebenen Größenordnungen zur Stadtplanung wurde dann ja, nach dem entsprechenden Beschluss zum Leitungsbau, umgesetzt.

 Frage: Beruht die damalig angenommene Größenordnung des Wertes zum Gesamtvolumen der Abwässer auch heute noch oder sind die Vorgaben aktualisiert und mit den in der Zukunft zu erwartenden Mengen in der Hochrechnung eingeflossen. Damit ein entsprechend angepasster Querschnitten der Abwasserleitungen erstellt wird.

„bleiben unsere Kellerräume Regenrückhaltebecken?“

 

Herr Bürgermeister, der Begriff „Strukturwandel“ liegt heute etlichen Politikern leicht auf den Lippen. Es ist eben angesagt, das Eine aufzugeben und es mit etwas neuem in Verbindung zu bringen von dem man noch nicht so richtig das Wissen hat ob es gelingt. Dann ist eben der Weg das Ziel gewesen. Wer fragt schon ernsthaft wie es den davon betroffenen zu Mute ist. Die geäußerten Versprechen von wachsender und anzusiedelnder Industrie, die zum Teil auf ein niedriges Lohnniveau angewiesen ist, helfen dahingehend nicht so richtig. Dies wird auch Kerpen nicht nur tangieren.

Mit dem Begriff „Parallelgesellschaft“ werden von lokalen Politikern Quartiere mit hohem Anteil von Migranten belegt. Damit ist gemeint, dass die räumliche Segregation auch eine soziale Segregation bedeute, d.h. dass keine Kontakte zur Mehrheitsgesellschaft gepflegt werden ( eben der Nachbarschaft), von denen aber der Prozess der Integration als abhängig gesehen wird. Einerseits wird mit solcher Behauptung die Bedeutung des lokalen Umfeldes für die Integration unterschätzt und anderseits dabei soziale Probleme bei Seite geschoben. Ignorieren ist nun mal nicht immer angebracht. Weil es vor allem die Unterschicht bei den Migranten ist, die räumlich segregiert wohnt und dazu auch durch mangelnde Perspektive keine Alternative hat. Am besten wird die Segregation bekämpft wenn man die dahinter liegenden sozialen Ursachen von Diskriminierung und Ressourcenmangel beseitigt.

Zum Beispiel durch Kontaktpflege, wie Streetworker und Ähnliches. Bisher wurde dies aber nur Ehrenamtlich ins Leben gerufen und endsprechendem sozialem Engagement aufrecht erhalten.

 Frage: Wo bleibt dabei die Unterstützung der Stadt, die ja Nutznießer dieser Arbeiten ist und sich auch so bei den Festveranstaltungen nicht nur Präsentieren konnte sondern sich auch so Präsentiert hat?

Wie Ruhige Lage, wenige Probleme im Umfeld … usw.

 Herr Bürgermeister, Die Parkplatzsituation im Vorfeld der Bautätigkeit, in dem Zeitraum der Bautätigkeiten und nach den Bautätigkeiten. Da ja nicht nur neue Parkplätze gebaut werden, sondern im Ergebnis auch letztendlich weniger Parkplätze zu Verfügung stehen werden.

 Frage, ist dieser zu erwartender Verkehrsfluss (Verkehrszustand) mal untersucht worden und zu welchem Ergebnis ist man gekommen?

Mit einem Freundlichem Gruß aus Sindorf.

W. Becker

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